Alle Jahre wieder bricht sie im fernen Osten zu einer Weltreise auf. Wer auf ihren Besuch verzichten kann, sollte sich im Herbst impfen lassen.
Die Grippe ist eine plötzliche, im Winter gehäuft auftretende Viruserkrankung, die von Patient zu Patient sehr unterschiedlich verlaufen kann. Ein milder Verlauf ist ebenso möglich wie eine gefährliche, lebensbedrohende Grippeerkrankung. Da auch eine "Erkältung" ("grippaler Infekt") in der Mehrzahl durch Viren - wie die Rhino-, Influenza- und Parainfluenzaviren - verursacht ist, ähneln sich anfangs die Beschwerden bei einer Erkältung und einer Grippe.
Unterschiede zeigen sich im Verlauf und in der Schwere des Krankheitsbildes. Typisch für die "echte" Influenza ist ein heftiger und plötzlicher Beginn. Mehrere Symptome treten gleichzeitig und intensiver auf, als man es von einer Erkältung gewohnt ist. Mindestens zwei der vier Kriterien - akuter Beginn, Husten, Fieber und Schmerzen - sprechen für eine Influenza. Das hohe Fieber von mehr als 39 Grad Celsius kann über Tage anhalten. Darüber hinaus liegt bei der Grippe oft Schüttelfrost und eine begleitende Schmerzsymptomatik vor: hauptsächlich Kopf-, Glieder-, Rücken- und Muskelschmerzen. Auch Luftnot und massive Erschöpfung weisen auf eine Virusgrippe hin, die oft mehr als drei Wochen bis zur endgültigen Ausheilung benötigt. Bakterielle Infektionen können die Symptomatik zusätzlich verschlimmern. Folgen einer schweren Influenza sind z.B. Entzündungen des Nervensystems und der Lunge. Vor allem bei Kleinkindern, älteren Personen und Menschen mit einer chronischen Lungenerkrankung bzw. Immunschwäche kann die Grippe tödlich enden.
In Deutschland sterben während einer Influenza-Saison jährlich mehrere Tausend Menschen an der Grippe. Daher sollte man so früh wie möglich zwischen den beiden Erkrankungen unterscheiden können, um rechtzeitig eine geeignete Therapie zu bekommen. Moderne Influenzamedikamente wie die Neuraminidasehemmer können vor Todesfällen schützen. Die Therapie sollte spätestens 48 Stunden nach Beginn der Symptome beginnen, damit sie wirkt. Antibiotika werden bei beiden Erkrankungen - Grippe wie Erkältung - nicht oder nur bei bakteriellen Superinfektionen angewandt. Allgemeine Maßnahmen (Dampfinhalationen, warme Getränke, Wickel, etc.) helfen, die Beschwerden zu lindern. Die Ursachen der Influenza können nur medikamentös bekämpft werden.
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Alle Jahre wieder bricht sie im fernen Osten zu einer Weltreise auf. Wer auf ihren Besuch verzichten kann, sollte sich im Herbst impfen lassen.
Die Grippe ist eine plötzliche, im Winter gehäuft auftretende Viruserkrankung, die von Patient zu Patient sehr unterschiedlich verlaufen kann. Ein milder Verlauf ist ebenso möglich wie eine gefährliche, lebensbedrohende Grippeerkrankung. Da auch eine "Erkältung" ("grippaler Infekt") in der Mehrzahl durch Viren - wie die Rhino-, Influenza- und Parainfluenzaviren - verursacht ist, ähneln sich anfangs die Beschwerden bei einer Erkältung und einer Grippe.
Unterschiede zeigen sich im Verlauf und in der Schwere des Krankheitsbildes. Typisch für die "echte" Influenza ist ein heftiger und plötzlicher Beginn. Mehrere Symptome treten gleichzeitig und intensiver auf, als man es von einer Erkältung gewohnt ist. Mindestens zwei der vier Kriterien - akuter Beginn, Husten, Fieber und Schmerzen - sprechen für eine Influenza. Das hohe Fieber von mehr als 39 Grad Celsius kann über Tage anhalten. Darüber hinaus liegt bei der Grippe oft Schüttelfrost und eine begleitende Schmerzsymptomatik vor: hauptsächlich Kopf-, Glieder-, Rücken- und Muskelschmerzen. Auch Luftnot und massive Erschöpfung weisen auf eine Virusgrippe hin, die oft mehr als drei Wochen bis zur endgültigen Ausheilung benötigt. Bakterielle Infektionen können die Symptomatik zusätzlich verschlimmern. Folgen einer schweren Influenza sind z.B. Entzündungen des Nervensystems und der Lunge. Vor allem bei Kleinkindern, älteren Personen und Menschen mit einer chronischen Lungenerkrankung bzw. Immunschwäche kann die Grippe tödlich enden.
In Deutschland sterben während einer Influenza-Saison jährlich mehrere Tausend Menschen an der Grippe. Daher sollte man so früh wie möglich zwischen den beiden Erkrankungen unterscheiden können, um rechtzeitig eine geeignete Therapie zu bekommen. Moderne Influenzamedikamente wie die Neuraminidasehemmer können vor Todesfällen schützen. Die Therapie sollte spätestens 48 Stunden nach Beginn der Symptome beginnen, damit sie wirkt. Antibiotika werden bei beiden Erkrankungen - Grippe wie Erkältung - nicht oder nur bei bakteriellen Superinfektionen angewandt. Allgemeine Maßnahmen (Dampfinhalationen, warme Getränke, Wickel, etc.) helfen, die Beschwerden zu lindern. Die Ursachen der Influenza können nur medikamentös bekämpft werden.